Die ZAD verteidigen – Eine Region im Kampf gegen ein menschen- und naturfeindliches Großprojekt

Rechtzeitig zum Besuch zweier Aktiver aus den „ZAD“ (Zone a defendre) in der Nähe von Nantes, wo seit 1973 gegen den Ausverkauf der ländlichen Region, gekämpft wird, und wo jetzt ein überflüssiger zerstörerischer Großflughafen gebaut werden soll, hier ein hörenswertes Feature des Deutschlandfunks zum Thema. Info-veranstaltung in Frankfurt am 29.05.2017 – Einladung unten unter dem Link.

Kurzfristig haben wir erfahren, dass morgen zwei Aktive aus dem Kampf einer Region gegen den Bau eines Großflughafens bei Nantes in Frankfurt sein werden.

Der Info-Abend in Frankfurt zu diesem Thema beginnt um 20.00 Uhr im Cafe Exzess, Leipziger Str. 91, Frankfurt-Bockenheim.

Wir haben Kontakt  zu den beiden Aktivisten aufgenommen und sie als Gäste zu unserer 213. Montagsdemo moregen eingeladen.
Wenn alles klappt, können wir ihnen unsere Solidarität zeigen und sie bitten, spontan ein kleines Grußwort zu sprechen.
Natürlich wäre es toll, wenn einige Interessierte von Euch kurfristig nach der Demo morgen ins Cafe Exzess kommen würden. Weitere Infos zur Situation in der ZAD (Zone a Defendre), um die es geht, siehe unten in dieser Mail.
Viele Grüße
Knut Dörfel
KF Fluglärm und Umwelt
/// 29-5 Die ZAD verteidigen –  Info evening in frankfurt

/// 20h – Frankfurt – Cafe Exzess

## Eine weitreichend freie Kommune gegen ein Flughafenprojekt und seine Welt –

Seit über 50 Jahren leisten Landwirt*innen und Anwohner*innen
Widerstand gegen den Bau eines neuen Flughafens für die französische
Stadt Nantes (die bereits über einen eigenen Flughafen verfügt). In
jenen Feldern, Wäldern und Feuchtgebieten, die der Großkonzen Vinci
zementieren will, gedeiht nun ein Experiment der Neuerfindung eines
widerständigen Alltags. Politisch aktive Menschen aus aller Welt, lokale
Landwirt*innen und Anwohner*innen, Bürgerinitiativen,
Gewerkschaftler*innen, Umweltschützer*innen, Geflüchtete und
Untergetauchte, Besetzer*innen, Umweltaktivist*innen und viele andere
haben sich organisiert, um 1.600 ha Land gegen den Flughafen und seine
Welt zu verteidigen. Politiker*innen nennen diesen Ort ein von der
Französischen Republik verlorenes Territorium”. Jene, die sich dort
niedergelassen haben, nennen es die ZAD (zone a défendre), zu
verteidigende Zone. Im Herbst 2012 haben tausende  Polizeibeamt*innen
versucht, die Zone zu räumen. Sie wurden aber von einem entschlossenen
und diversen Widerstand daran gehindert. Dieses Ereignis kulminierte in
einer 40.000 Menschen starken Demonstration auf dem Gelände, die
einiges, was vom französischen Staat zerstört worden war, direkt wieder
aufbaute. Weniger als eine Woche später war die Polizei dazu gezwungen,
ihre “Operation Cäsar”  abzubrechen.

In den letzten drei Jahren war die ZAD ein außergewöhnliches
Experimentierfeld für neue Lebensweisen, verwurzelt in der
Zusammenarbeit zwischen all jenen, die die Diversität der Bewegung
ausmachen. Trotz ihrer Vielfalt hat es die Bewegung geschafft, eine
gemeinsame Linie zu erarbeiten, um Selbstverwaltung und Landwirtschaft
auf dem Territorium ohne einen Flughafen radikal zu überdenken. Die ZAD
basiertauf der Schaffung von Gemeinschaftsgütern, Nutzung statt
Privatbesitz und der Forderung, dass jene, die für das Territorium
kämpfen, auch darüber entscheiden, wie es genutzt wird.

## Die Zukunft der ZAD muss immer noch erkämpft werden –

Letzten Herbst
sollte die gesamte Zone geräumt werden, um den absurden Flughafenbau zu
beginnen. Am 8. Oktober 2016 hatten sich Zehntausende versammelt, um die
Entschlossenheit der Bewegung zu demonstrieren. In Anerkennung des
Kampfes der Landwirt*innen in den letzten Jahrzehnten brachten tausende
Demonstrierende Holzstäbe mit, die sie in der Zone zurückließen als
Zeichen eines kollektiven Versprechens. Sie werden zurückkommen und sie
aus dem Boden ziehen, um die ZAD zu verteidigen, sobald dies nötig sein
wird. Nach einigen spannungsreichen Monaten gab die Regierung den
Räumungsplan für diese Saison auf. Die neugewählte Regierung könnte die
Zone jedoch in den kommenden Monaten wieder in Räumungsgefahr versetzen.

## Let’s share –

Wir sind zwei Bewohner der ZAD, die für einige
Infoveranstaltungen vom 29. Mai bis zum 5. Juni durch deutschland reisen
werden. Auf unserer Reise wollen wir uns mit Menschen und Netzwerken
austauschen und über Möglichkeiten sprechen, kapitalistische Projekte zu
vereiteln und permanente autonome Zonen aufzubauen. Wir wollen mit euch
Erfahrungen teilen und euch Informationen geben, wie ihr mit der ZAD
solidarisch sein könnt, falls eine neue Attacke bevorsteht.

Kontakt : exclaimthezad@riseup.net

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Protest und Mahnwache am 23.03.2017 auf dem Römerberg: Keine Ehrenbürgerschaft für Petra Roth!

Flyer 23-03-2017 Mahnwache

Zum Nachlesen und zum Download auf die Grafik klicken.

Flyer 23-03-2017 Mahnwache

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199. Montagsdemo, „Keine Ehrenbürgerwürde für Frankfurts Ex-OB Petra Roth!“

Die 199. Montagsdemo wurde vom AK Fluglärm und Umwelt gestaltet. Die Kundgebungsrede stand unter dem Motto „Bei der 200. Montagsdemo an die 250. denken!“.

Zum Ende der Rede wurde auch auf die Aktion „Keine Ehrenbürgerschaft für Petra Roth!“ hingewiesen und es wurden Unterschriftenlisten ausgegeben. Zum Herunterladen und ausdrucken einer Unterschriftenliste <hier> klicken.

Zum Nachhören der Kundgebungsrede auf die Grafik klicken.
bild-rede

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Noch mehr Fluglärm und Feinstaub?

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Endlich ist es soweit! Der erste Flyer des Projekts „Offensive Montagsdemos“ ist fertig und wird morgen ausgeliefert.
Nach der gelungenen „Generalsprobe“ bei der letzten Montagsdemo, wo es uns gelungen ist, in wenigen Minuten mehr als 2500 Aufrufe zur 200. Montagsdemoam 30. Januar  in der jeweils geünschten Menge  zum Verteilen im persönlichen Umfeld weiterzugeben, werden wir also für alle, die sich bei uns gemeldet haben  morgen abend bei der  191. Demo die gewünschte Menge Flyer übergeben können, mit denen wir Menschen für die Montagsdemos interessieren wollen, die noch nie teilgenommen haben – und mit denen wir wir diejenigen neu motivieren wollen, die sich mehr oder weniger zurückgezogen haben.
Zum Lesen und /oder Herunterladen oben auf die Grafik oder hier auf den Link klicken: flyer-offensive-1-mit-gelb

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Stellungnahme des Bündnisses der Bürgerinitiativen zum Konzept der Landesregierung für eine Lärmobergrenze

Die Stellungnahme des BBI Bündnis der Bürgerinitiativen zum HMWEVL-Konzept einer Lärmobergrenze kann hier nachgelesen und heruntergeladen werden: <klick>

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Demo in Mainz am 22.10.2016 – 5 Jahre Nordwestbahn

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Schon den Aufruf unterzeichnet? Gemeinsam gegen TTIP, CETA, TISA am 17.09.2016

csm_TTIP2016_Banner_1920x1080_Frankfurt_239ed6ed9eZum Unterzeichnen des Aufrufs auf die Grafik klicken oder hier: <klick>

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„Wir kämpfen weiter gegen Fluglärm und Schadstoffe!“Mahnwache auf dem Römerberg 14.07.2016

Frankfurt, Römerberg: „Wir kämpfen weiter!“ Bürgerinitiativen haben heute in einer Mahnwache ihre Forderungen bekräftigt.
Hier der Redebeitrag von Ina für den AK Fluglärm und Umwelt:

Foto Mahnwachehttp://bambuser.com/v/6366987

 

 

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Aufruf zur Mahnwache am Römer am 14.07.2016, 16.00 Uhr

Link z. Nachlesen und f. Download: AUFRUF ZUR MAHNWACHE AM 14 -07 Flyer A4AUFRUF ZUR MAHNWACHE AM 14 -07 Flyer A4

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Eine Herausforderung für die der Bürgerinitiativen: Grüne machen Front gegen Anträge zum Schutz der Menschen, die in Frankfurt unter Fluglärm leiden

BI herausgefordertLiebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

Die Haltung der GRÜNEN im Ortsbeirat 5 wird zu einer echten Herausforderung für die Bürgerinitiativen.

Am vergangenen Freitag hat im Ortsbeirat 5 ausgerechnet die Fraktion der GRÜNEN wieder dafür gesorgt, dass unser Antrag für konkrete Schritte zur Reduzierung des Fluglärms in der Nacht und für Rechtssicherheit bei lärmmindernden Maßnahmen und Verringerung der Flüge in der Nacht völlig kompromisslos abgelehnt wurde. Mit keinem einzigen Argument sind sie dabei auf den Inhalt des Antrags eingegangen.

Eine Ortsbeirätin der GRÜNEN hat dann auch noch die sachlich vorgetragenen Redebeiträge von betroffenen Bürgern zum Anlass genommen, um in einem unglaublichen Gefühlausbruch anzukündigen, dass die GRÜNEN im Ortsbeirat 5 auch künftig alle derartigen Anträge ablehnen werden.

Mit der Aussage, nur Menschen, die Schwierigkeiten mit der Wahrheit hätten, würden solche Anträge stellen und sie unterstützen, hat Frau Gneisenau-Kempfert pauschal alle Bürgerinnen und Bürger als unehrlich diffamiert, die zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm konkrete Schritte vom Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung fordern!
Dabei sind die Reduzierung der Flugbewegungen in der Nacht und die Ausweitung der Nachtruhe auf die gesamte Dauer der gesetzlichen Nacht dringender notwendig denn je.

Diese Diffamierung ist unerträglich, vor allem angesichts der Tatsache, dass Zehntausende von Familien im Frankfurter Süden inzwischen seit fast 5 Jahren nur noch 6 Stunden Nachruhe haben, und zwar 365 Tage im Jahr. Fluglärm macht aber krank und verursacht vorzeitige Sterbefälle, selbst bei denjenigen, die sich durch den Lärm angeblich nicht gestört fühlen!

Es ist zu befürchten, dass die GRÜNEN das Thema Flughafenausbau kommunalpolitisch endgültig zu den Akten legen wollen. Selbst den Genehmigungsvorbehalt im Planfestellungsbeschluss und neue Erkenntnisse zur Raumunverträglichkeit des Flughafenausbaus nehmen sie gar nicht mehr zur Kenntnis nehmen und verweigern jedes Gespräch. So machen sich die GRÜNEN zu Verteidigern des Flughafenausbaus, obwohl sie in allen Wahlenkämpfen das Gegenteil versprochen haben.

Die Auswirkungen dieses Verhaltens und das Ausmaß des Schadens, der dadurch für die Menschen im Frankfurter Süden entsteht, sind sehr schwerwiegend.

Die Bürgerinitiativen und alle, die wollen, dass sich an unserer Lage etwas verbessert, sind herausgefordert!

Es darf einfach nicht sein, dass künftig alle Vorschläge, die der Stadtverordnetenversammlung und dem Magistrat zum Schutz und zur Entlastung des Frankfurter Südens eingebracht werden, ausgerechnet aus dem Ortsbeirat 5, der für die betroffenen Menschen zuständig ist, rigoros von Ablehnung und Zurückweisung bedroht sind!
Wir müssen dringend diskutieren, wie wir angemessen reagieren.

 

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