Protest in Bewegung – die etwas andere 236. Montagsdemo im Terminal

Wir vom AK Fluglärm und Umwelt hatten uns gemeinsam überlegt, dass wir gerne  Abwechslung in die Montagsdemonstrationen bringen würden und haben uns daher für die Gestaltung der 236. am 05.02.2018 angemeldet.
Die vielen positiven Rückmeldungen, die uns seit gestern Abend errecht haben, zeigen: Es war eine gelungene Veranstaltung. Und für starke Bilder haben wir auch gesorgt: Hier der Link.

Die Demoroute war unkonventionell und musste sogar während der Veranstaltung improvisiert werden. Die Redebeiträge waren kurz und knackig und auf verschiedene Stationen unterwegs verteilt. Unser Dank geht an alle, die uns bei Planung und Vorbereitung unterstützt haben – und natürlich an alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die gestern mitgemacht und zum Gelingen der 236. beigetragen haben.

32 Strang


Redebeiträge zur 236. Montagsdemo am 05.02.2018 von Ina, Ulla, Clemens und Knut (AK Fluglärm und Umwelt), Musik: Steve

  1. Begrüßung

    Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter!

Ich begrüße euch zur heutigen Demonstration am Frankfurter Flughafen.

Unser Motto an diesem Abend heißt PROTEST IN BEWEGUNG.

Wir vom Arbeitskreis Fluglärm und Umwelt möchten heute mit euch eine geänderte Route durch das Terminal gehen. Anstatt einer ausführlichen Rede zu Beginn haben wir 5 Stationen im Terminal mit kurzen Beiträgen geplant.

Auch haben wir den Fluglärm mitgebracht, der uns täglich 18 Stunden und häufig noch länger quält. Dieser grauenhafte Lärm soll den anwesenden Passagieren, Besuchern und Fraport Mitarbeitern anschaulich verdeutlichen, was uns Anwohnern an 365 Tagen im Jahr zugemutet wird.

Begebt euch jetzt bitte zur Startposition von mir aus gesehen genau gegenüber und folgt mir, und seid gespannt auf den heutigen Ablauf, und macht soviel Lärm wie möglich, während wir durch das Terminal ziehen.
Wir gehen rechts unter der großen Anzeigentafel los.

Vielen Dank und los geht´s !

2. Protest in Bewegung heißt Vielfalt

Protest in Bewegung bedeutet für uns auch: Wir lassen uns nicht festlegen! Wir protestieren am Flughafen – jeden Montag – wir protestieren aber auch außerhalb des Flughafens – überall dort, wo wir ein Zeichen setzen können, und zeigen, dass wir keine Ruhe geben, bis wir unsere Ruhe wiederhaben!

Wir vom AKFuU wollen darum heute auch daran erinnern, dass wir unberechenbar bleiben müssen in unseren Protestformen – im Wann genauso wie im Wo und im Wie!

Die Vielfalt unseres Protests ist wichtig. Nur wenn unser Protest unberechenbar und lebendig ist, sind wir stark.

Weiter sprechen wir uns dringend dafür aus, wenigstens 1 x im Jahr gut vorbereitet alle BI und alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter in der ganzen Region zusammenzurufen zu einer gemeinsamen großen Demo, so wie wir es z. B. zuletzt in Mainz auf der Rheinbrücke gemacht haben.

Wichtiger als die absolute Zahl der Teilnehmer ist das Zeichen, das wir gemeinsam durch unsere Haltung setzen: Wir geben niemals auf!

Der Flughafen hätte niemals ausgebaut werden dürfen, die neue Landebahn hätte nie gebaut werden dürfen! Die Bahn muss weg!

3. Protest in Bewegung: Empört Euch!

Protest in Bewegung heißt für uns Hartnäckigkeit und Geduld – heißt aber auch:

Empörung und Ungeduld –Unduldsamkeit!

Zum Thema Empörung wollte heute hier unsere Mitstreiterin Ulla sprechen, leider ist sie krank und hat gebeten, sie zu vertreten.

Der Flughafenausbau mit seinem Läm und Dreck belastet die Region unerträglich.

Mehrere tausend Sterbefälle und Zehntausende Erkrankungen in nur wenigen Jahren und die Beeinträchtigung der Entwicklung von unzähligen Kindern und Jugendlichen rechtfertigen jede Empörung!

Darum müssen wir laut bleiben, und alle verantwortlichen Polirtiker dürfen sich niemals sicher fühlen, auch vor UNSANFTEM Protest!

Wir müssen laut bleiben, dazwischenrufen, dürfen niemals für Politiker pflegeleicht werden!

Wir brauchen mehr als Informationsveranstaltungen und Stabsstellen, wir brauchen mehr als Politikerbekenntnisse „Es muss leiser werden!“ oder den Politikerspruch „Wir tun unser Möglichstes!“
Wenn das Mögliche nicht genug ist, müssen wir die Politiker drängen, das Unmögliche zu schaffen!

Wir dürfen uns nicht besänftigen und nicht hinhalten lassen – ein wichtiges Signal! Wir brauchen keine „kleineren Übel“ und keinen „Ausgleich“ von Interessen – Wir brauchen Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr!
Wir brauchen keinen „Einklang von Lärmreduzierung und Sicherung der wirtschaftlichen Stärke des Flughafens“! Wir brauchen eine deutliche Reduzierung der Flüge!

Wir erinnern darum hier auch an unser erprobtes Mittel, unbequem zu bleiben:
Lärmwehraktionen wie z. B. zuletzt in Offenbach. Bei mindestens 18 Stunden Fluglärm täglich gibt es immer wieder Anlässe und Gründe genug: Lärmwehr tut Not! Wir haben das Equipment, wir haben gute Erfahrungen und geben das Know-How gerne weiter. Wir laden Euch alle ein: Macht Lärmwehr-Aktionen bei denjenigen, die für Fluglärm und Schadstoffe verantwortlich sind und zeigt es immer wieder: Wir geben keine Ruhe, bis wir unsere Ruhe wiederhaben!

4. Wir ziehen alle an einem Strang!

1….Was wären wir Flughafenausbaugegner hier ohne euch aus Mainz?

…..was wären wir Flughafenausbaugegner ohne euch aus Flörsheim?

…und sogar: was wären wir Frankfurter ohne euch Offenbacher?

Nur gemeinsam sind wir stark……..wir ziehen alle an einem Strang

  1. Bisschen weniger Lärm in Darmstadt dafür mehr in Erzhausen?

Bisschen weniger Lärm in Neu-Isenburg dafür mehr in Sachsenhausen?

Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen…wir ziehen alle an einem Strang!

3.„Ihr habt nichts erreicht und werdet nichts erreichen“ höre ich von Bekannten.

Doch…die Nachtruhe von 23:00 bis 05:00Uhr

und…seit fünf Jahren setzen wir jeden Montag ein Zeichen, …macht das mal nach ,

und…seit fünf Jahren spüre ich hier bei der Demo, dass ich recht habe mit meiner Forderung nach weniger Lärm

wir lassen uns nicht entmutigen…wir ziehen alle an einem Strang

4. Wir ziehen alle an einem Strang: das wird jetzt sichtbar werden. Wir haben ein langes Band mitgebracht. Für jeden ist Platz an diesem Band.

Wir alle ziehen an einem Strang zum Ausgangspunkt zurück.

 

 

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